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Schlafapnoe – Atemaussetzer im Schlaf

Ungefähr 2-3 % der Erwachsenen leiden an einer Schlafapnoe, wobei vor allem Männer betroffen sind. Die Wahrscheinlichkeit, die Erkrankung zu bekommen, nimmt dabei im Alter zu. Was eine Schlafapnoe ist, welche Ursachen und Folgen sie hat sowie wie sie diagnostiziert und behandelt wird, erfährst Du in diesem Beitrag.


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Definition und Symptome der Schlafapnoe

Bei einer Schlafapnoe haben die Betroffenen während des Schlafs Atemstillstände. Diese dauern mindestens 10, jedoch meist eher 20 bis 30 Sekunden. Häufig wird dies von den Personen nicht bemerkt, sodass sie meist von ihrem Partner darauf aufmerksam gemacht werden. Die Erkrankung ist manchmal auch mit Schnarchen verbunden. Viele Personen sind während der Atempausen komplett ruhig, bis sie mit einem lauten Schnarchgeräuch wieder zu atmen beginnen.

Nicht jede kurze Atempause im Schlaf ist bedenklich. Eine Schlafapnoe liegt erst vor, wenn es innerhalb einer Stunde zu mehr als 5, mindestens 10-sekündigen Atemaussetzern kommt.

Ein weiteres Symptom der Schlafapnoe ist Tagesmüdigkeit. Dadurch, dass die Betroffenen nachts immer wieder für einige Sekunden wach werden, können sie sich durch diese Durchschlafprobleme nicht gut erholen. Daher fühlen sich die Betroffen häufig schlapp und können sich nicht so gut konzentrieren. Dies kann so stark ausgeprägt sein, dass sie tagsüber häufiger kurz einschlafen. Auch Libido und Potenz können darunter leiden. Weiterhin haben die Personen morgens häufig einen trockenen Mund und Kopfschmerzen. Weitere Symptome einer Schlafapnoe sind nächtliches Schwitzen und häufiges Wasserlassen.

Welche Folgen hat eine Schlafapnoe?

Eine Schlafapnoe bringt gesundheitliche Folgen mit sich. Denn durch das Stocken der Atmung steigen der Blutdruck und die Herzfrequenz an. Dies kann zu Bluthochdruck führen. Dadurch steigt wiederum das Risiko für Folgeerkrankungen wie Herzinfarkt, Schlaganfall oder Herzschwäche.

Weiterhin kann das häufige Einschlafen am Tag gefährlich sein, da die Betroffenen beispielsweise beim Autofahren einschlafen können. Natürlich leidet auch die Psyche durch die Erkrankung.

Was sind die Ursachen einer Schlafapnoe?

Man unterscheidet zwischen zwei Arten von Schlafapnoe, die sich durch ihre Ursache unterscheiden. Jedoch kann auch eine Mischform vorliegen.

Obstruktive Schlafapnoe

Diese Form der Schlafapnoe kommt häufiger vor. Die Ursache ist eine Verengung bzw. Verlegung der Atemwege, welche mehrere Gründe haben kann. Dabei bekommt die Atemmuskulatur zwar den Befehl vom Gehirn, Luft zu holen, jedoch genügt die Kraft der Muskeln zunächst nicht, um die Luft durch die blockierten Atemwege zu transportieren. Durch den zu großen Widerstand kommt es zu einer Atempause. Da der Körper in diesem Moment keinen Sauerstoff erhält, sinkt der Sauerstoffgehalt im Blut und der Körper reagiert darauf, indem die Aktivität hochgeregelt wird. Der Betroffene holt Luft.

Zentrale Schlafapnoe

Bei dieser Form der Schlafapnoe liegt die Ursache nicht in den Atemwegen, sondern im Gehirn. Dabei fehlt den Atemmuskeln kurzzeitig der Befehl vom Gehirn, aktiv zu werden. Das Gehirn reagiert dabei erst, wenn der Sauerstoffgehalt im Blut unter einen kritischen Wert sinkt. Diese Form der Schlafapnoe kann zum Beispiel durch einen Schlaganfall auftreten.

Wie wird eine Schlafapnoe diagnostiziert?

Falls Du den Verdacht einer Schlafapnoe hast, solltest Du einen Arzt aufsuchen. Diese wird Dich zunächst körperlich untersuchen und zu Deiner Krankengeschichte sowie zu Deinen Beschwerden befragen.

Falls eine Schlafapnoe nicht ausgeschlossen werden kann, wird der Arzt Dir Messgeräte mitgeben. Diese musst Du vor dem Schlafengehen anlegen. Die Sonden messen den Atemluftstrom, die Atembewegungen, den Puls, die Sauerstoffsättigung im Blut, die Körperlage und Schnarchgeräusche.

Bleibt der Verdacht bestehen, kann der Arzt den Patienten an ein Schlaflabor überweisen, wo er in der Regel ein bis 2 Nächte bleibt. Während des Schlafens werden weitere Messungen durchgeführt. So werden beispielsweise die Hirnströme und die Muskelspannung ermittelt.

Wie wird eine Schlafapnoe behandelt?

Es gibt verschiedene Methoden zur Behandlung einer Schlafapnoe. Welche Methode sinnvoll ist, muss individuell bestimmt werden.

Eine leichte obstruktive Schlafapnoe kann schon mit einfachen Maßnahmen verbessert werden. So kann eine Schlafapnoe durch Übergewicht begünstigt werden, weswegen übergewichtigen Patienten dazu geraten wird, abzunehmen. Weiterhin sollte auf Alkohol, Rauchen und Schlaftabletten verzichtet werden. Auch sollte die Rückenlage im Schlaf vermieden werden. Zudem können spezielle Biss-Schienen manchmal helfen.

Die wirksamste Methode zur Behandlung einer Schlafapnoe ist jedoch das Tragen einer Atemmaske. Diese Maske ist an ein Gerät angeschlossen, welches mit leichtem Überdruck Raumluft in die Nase und teilweise auch in den Mund bläst. Dadurch wird verhindert, dass die Atemwege zusammenfallen und die Luftzufuhr unterbrochen wird.

In manchen Fällen müssen bei einer Schlafapnoe Operationen durchgeführt werden. Dabei gibt es viele Techniken, um die Atemwege zu weiten.

Weiterhin gibt es die Möglichkeit eines Zungenschrittmachers. Dieser wird implantiert und stimuliert den Nerv, durch welchen die Zungenmuskulatur gesteuert wird. Dadurch werden die Atemwege besser offengehalten.

Schlafapnoe – eine Erkrankung mit Behandlungsmöglichkeiten!

Die Schlafapnoe ist eine Erkrankung, die die Betroffenen meist stark im Alltag einschränkt. Weiterhin kann sie zu Folgeerkrankungen führen. Jedoch gibt es viele Behandlungsmöglichkeiten. Falls Du die Vermutung hast, von einer Schlafapnoe betroffen zu sein, solltest Du einen Arzt aufsuchen, damit die Erkrankung diagnostiziert und behandelt werden kann.

FAQ: Schlafapnoe

Was ist eine Schlafapnoe?

Bei einer Schlafapnoe kommt es im Schlaf zu häufigen Atemaussetzern, welche von den Betroffenen oft nicht bemerkt werden.

Ist eine Schlafapnoe gefährlich?

Eine leichte Schlafapnoe kann in der Regel gut behandelt werden. Jedoch erhöht die Erkrankung auch die Gefahr für Schlafanfälle, Herzinfarkte und Herzschwäche.

Wie lange sind die Atemaussetzer bei einer Schlafapnoe?

Die Atemstillstände bei einer Schlafapnoe halten mindestens 10, meist jedoch 20-30 Sekunden an.

Quellen:


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