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Schnarchen- Nur nervig oder auch gefährlich?

Schnarchen (Rhonchopathie) ist weit verbreitet und oft eine Belastung für den Betroffenen und seine Mitmenschen. Es kann schon im Kindesalter auftreten, kommt aber vor allem bei älteren Männern vor. Was man genau unter Schnarchen versteht, was die Ursachen dafür sind, zu welchen Problemen es führen kann sowie wie Schnarchen diagnostiziert und behandelt werden kann, erfährst Du hier.


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Was versteht man unter Schnarchen?

Unter Schnarchen versteht man ein Atemgeräusch, das während des Schlafs in den oberen Luftwegen entsteht. Grund dafür ist die Vibration eines oder mehrerer Weichteile (Gaumensegel, Zäpfchen und Zungengrund). Dies geschieht, wenn die Luft beim Atmen, vor allem an den Engstellen des Atemwegs, auf einen Widerstand trifft.

Welche Ursache hat Schnarchen?

Bei Kindern sind häufig vergrößerte Rachen- und Gaumenmandeln die Ursache für das Schnarchen. Jedoch gibt es – vor allem bei Erwachsenen – weitere Gründe, die für die Einengung des Atemwegs sorgen.

  • Eine Behinderung der Nasenatmung durch Schleimhautschwellungen (z.B. Schnupfen, Allergien Entzündung der Nasennebenhöhlen)
  • Vergrößerung von Mandeln oder Gaumenzäpfchen
  • Kieferfehlstellungen
  • Schwache Muskulatur im oberen Atemweg (v.a. bei älteren Personen, nach der Einnahme von Schlafmitteln oder nach Alkoholkonsum)
  • Zwerchfellhochstand (v.a. durch Übergewicht und Rauchen)
  • Gendefekte (z.B. Trisomie 21)

Zu welchen Problemen kann Schnarchen führen?

Neben der Lautstärke, die für den Betroffenen und vor allem seinen Bettpartner unangenehm sein kann, bringt Schnarchen auch weitere Probleme mit sich. Dazu zählen:

  • Ein- und Durchschlafstörungen
  • Morgendliche Kopfschmerzen
  • Morgendliche Mundtrockenheit
  • Konzentrationsstörungen
  • Leistungsminderung
  • Tagesschläfrigkeit

Oft wachen die Betroffenen selbst durch das Schnarchen auf, worunter die Schlafqualität leidet. Dadurch kommt es häufig zu Müdigkeit am Tag und zu einer Leistungsminderung und Konzentrationsstörungen. Auch morgendliche Kopfschmerzen sind nicht selten. Vor allem der trockene Mund ist sehr typisch, da die Betroffenen den Mund häufig nachts offenstehen haben und dieser dadurch austrocknet.

Wie wird die Diagnose gestellt?

Wenn Du wegen des Schnarchens einen Arzt aufsuchst, ist es sinnvoll, Deinen Partner mitzunehmen, da dieser das Schnarchen in der Regel mehr mitbekommt und mehr dazu sagen kann. Der Arzt wird Dir dann Fragen zu folgenden Dingen stellen:

  • Häufigkeit des Schnarchens
  • Länge des Schnarchens
  • Risikofaktoren (Alkohol, Nikotin, Rhinitis etc.)
  • Art des Schnarchens (Frequenz, Lautstärke)

Weiterhin wird er Dich zu den oben genannten, durch Schnarchen bedingten Problemen und zu eventuellen aktuellen Erkrankungen befragen.

Zudem wird der Arzt die oberen Luftwege auf Veränderungen untersuchen und es werden bestimmte Funktionstests der Nasenluftpassage durchgeführt.

Am wichtigsten ist es jedoch, zu untersuchen, in welchem Bereich der Kollaps des Atemweges auftritt. Ist eine Schlafapnoe eine mögliche Ursache, erfolgt eine schlafmedizinische Untersuchung – häufig auch im Schlaflabor. Die Schlafapnoe ist eine Erkrankung, die häufig mit Schnarchen einhergeht und bei welcher die Atmung während des Schlafs immer wieder für mehrere Sekunden aussetzt. Sie kann zu ernsten Folgeerkrankungen führen, weshalb man, sobald man den Verdacht hat, davon betroffen zu sein, lieber umgehend einen Arzt aufsuchen sollte.

Wie wird Schnarchen behandelt?

Da Schnarchen nicht als Erkrankung gilt, ist nicht unbedingt eine Behandlung erforderlich. Es gibt jedoch einige Methoden, durch die das Schnarchen reduziert werden kann. Jedoch muss dabei jeder für sich selbst herausfinden, was ihm hilft. Dies sind einige Methoden:

  • Vermeidung von Schlafmitteln
  • Vermeidung von Alkohol am Abend
  • Vermeidung von Nikotin
  • Regelmäßige Schlafzeiten
  • Vermeidung von Übergewicht
  • Vermeidung großer Mahlzeiten vor dem Schlafengehen
  • Kräftigung der Mundbodenmuskulatur
  • Verhinderung der Rückenlage und Erhöhung des Oberkörpers beim Schlafen
  • Verwendung eines Naseneingangserweiterers
  • Verwendung eines abschwellenden Nasensprays
  • Überdruckatmung
  • Tragen einer angefertigten Unterkiefer-Protrusionsschiene
  • Tragen einer Schnarchspange
  • Zungenübungen
  • Tragen einer Nasenklammer
  • Aufkleben eines Nasenpflasters

In manchen Fällen kann das Schnarchen nur durch eine Operation verbessert werden. Zu diesen zählen:

  • Mandeloperation
  • Nasennebenhöhlen-Operation
  • Nasenscheidewand-Operation
  • Nasenmuscheloperation
  • Weichgaumenplastiken
  • Versteifung des Weichgaumens durch Implantate
  • Operationen am Zungengrund
  • Operationen am Zungenbein

Eine Operation sollte jedoch der letzte Ausweg sein, um das Schnarchen in den Griff zu bekommen.

Schnarchen ist meist ungefährlich und kann reduziert werden!

Schnarchen hat meist harmlose Ursachen und kann durch verschiedene Methoden reduziert werden. Dabei muss jeder für sich selbst herausfinden, welche Methoden am besten hilft. Falls Du unter starkem Schnarchen leidest und dich dies belastet, solltest Du einen Arzt aufsuchen. Dieser kann die Ursache bestimmen und Dir Möglichkeiten zeigen, das Schnarchen zu verbessern. Wichtig ist es auch, dass eine Schlafapnoe ausgeschlossen wird, da diese Erkrankung gefährlich Folgen mit sich ziehen kann.

FAQ: Schnarchen

Wie entsteht Schnarchen?

Unter Schnarchen versteht man ein Atemgeräusch, das während des Schlafs in den oberen Luftwegen entsteht. Grund dafür ist die Vibration eines oder mehrerer Weichteile, wenn die Luft beim Atmen auf einen Widerstand trifft.

Was hilft gegen Schnarchen?

Falls Du von Schnarchen betroffen bist, solltest Du zu einem Arzt gehen, der Dir Methoden zur Behandlung vorstellen kann. Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten Schnarchen zu reduzieren. Dazu gehören die Vermeidung von Alkohol, Nikotin, Schlafmitteln, Übergewicht sowie dem Schlafen auf dem Bauch. Aber auch abschwellende Nasensprays, eine Überdruckatmung, Zungenübungen, eine Nasenklammer oder eine speziell angefertigte Schnarchspange können das Schnarchen reduzieren. Weiterhin gibt es verschiedene Operationen.

Was ist eine Schlafapnoe?

Eine Schlafapnoe ist eine Erkrankung, bei der die Atmung während des Schlafs immer wieder für mindestens 10 Sekunden aussetzt. Die Erkrankung ist oft mit Schnarchen verbunden.

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